Kommission Wohnen, Arbeiten und Ausbildung INSOS
Im Jahr 2025 setzte die Kommission ihren Auftrag zur Koordination zwischen den Freiburger Institutionen, die in der Aufnahme, Begleitung sowie beruflichen und sozialen Integration von Erwachsenen mit einer Behinderung tätig sind, konsequent fort.
In fünf Sitzungen im Laufe des Jahres hat sie ihre Austauschplattformen gefestigt, ihre Arbeitsgruppen gestärkt und den Dialog mit den kantonalen Behörden intensiviert, und zwar in einem Klima, das von Vertrauen, Zusammenarbeit und der Suche nach konkreten Lösungen geprägt war.
Zu den zahlreichen behandelten Themen gehörten insbesondere: UN-BRK, Zusammenarbeit mit dem SVA, Auslastung der Plätze in Werkstätten, Programm zur Sanierung der Kantonsfinanzen und Budget der Institutionen, integrative Arbeitsplätze, Cybersicherheit, Datenschutzgesetz, Wohnbegleitung, Palliativpflege und das Label «Palliative Handicap», Planung der institutionellen Leistungen, Einstufung der Kader, Einsatz von KI und digitalen Tools. Diese Liste verdeutlicht die Bandbreite und Heterogenität der im Laufe der Sitzungen behandelten Themen.
Im Bestreben um eine gute Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Auftraggeber traf sich die Kommission anlässlich ihrer Sitzung im November mit dem SVA, was einen offenen und konstruktiven Überblick ermöglichte: Rückblick auf die Inspektionen, Stand des Budgets 2026 und kantonale Planung, mit Schwerpunkt auf psychischen Behinderungen, ambulanter Unterstützung, Anpassung der Ausstattungen und Zukunft der Werkstätten.
Die Dynamik unseres Netzwerks wurde durch die Aufnahme von «L’Arche Fribourg» sowie von Einrichtungen im Bereich «Sucht» bestätigt, wodurch die Kommission nun insgesamt 25 Partnerorganisationen umfasst. Dieses Jahr war zudem von einem wichtigen Wechsel im Präsidium geprägt: Blaise Curtenaz trat die Nachfolge von Michelle Constantin an, mit dem Ziel, einen lebendigen und abgestimmten Austausch fortzuführen, während Bojan Seewer zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Die Kommission wünschte zudem Beat Schaefer (La Rosière) und Thierry Radermecker (Le Torry) einen guten Ruhestand und hiess ihre Nachfolger Bruno Castrovinci und Anna Tajes willkommen.
Auch die Innovation fand ihren Platz mit der Vorstellung des Projekts «CANAL SUD», einer Anwendung, die künstliche Intelligenz nutzt, um den Zugang zu Informationen in «leichter Sprache» zu erleichtern, und damit eine Reflexion über die gemeinsame Nutzung digitaler Tools innerhalb von INFRI anstösst.
Arbeitsgruppen (AG)
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Die AG «integrative Arbeitsplätze» (unter dem Vorsitz von Stéphane Renz, L'estampille) hat eine erste gemeinsame Dokumentationsgrundlage erstellt: Konzept, Mustervereinbarungen und Finanzierungsmodell. Diese Vorlagen werden in Zusammenarbeit mit dem SVA weiterentwickelt, damit die integrativen Arbeitsplätze auf harmonisierten Grundlagen beruhen. INFRI hat zudem einen Kommunikationsauftrag zu diesem Thema erhalten, der 2026 gemeinsam mit der Fortsetzung der Arbeiten der AG umgesetzt wird.
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Die AG «ambulante Begleitung» (unter dem Vorsitz von Sabine Felder, applico) hat mit dem SVA einen gemeinsamen Leistungsrahmen einschliesslich eines neuen Stundensatzes fertiggestellt. Anfangs 2026 ist eine Pilotphase vorgesehen, um die finanziellen Auswirkungen zu bewerten, was die hervorragende fachliche Zusammenarbeit mit dem SVA verdeutlicht, wenn ein Auftrag frühzeitig geteilt und regelmässig begleitet wird.
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Die AG «Einstufung der Kader» (unter dem Vorsitz von Blaise Curtenaz) setzt die Klärung der Funktionsprofile und Gehaltsklassen fort, um eine Angleichung an den Staat zu erreichen. Sie erwartet einen konkreten Vorschlag des SVA und bekräftigt die Notwendigkeit einer offiziellen Konsultation zu diesem Thema.
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Ende Jahr beschloss die Kommission die Gründung einer neuen AG «Digitale Werkzeuge», um die Anforderungen in den Bereichen Software, Cybersicherheit, KI und digitalisierte Planung zu steuern und zu koordinieren.
Da unsere Kommission auch die Freiburger Sektion von INSOS ist, sind einige unserer Mitglieder als Vertreter-innen unseres Kantons in den Dachverbänden oder in Kommissionen auf nationaler Ebene gewählt. So sind Claude Chassot (St-Camille) und Bojan Seweer (SSB) die Delegierten im Branchenrat von INSOS. Blaise Curtenaz ist der Delegierte in der Delegiertenversammlung von ARTISET. Elisabeth Mauron-Hemmer (CIS) und Rémy Noël (CFPS Seedorf) sind Mitglieder der Kommission Arbeitswelt, und Sara De Antoni (Fondation Handicap Glâne) ist Mitglied der Kommission Ausbildung.
Der Vorsitz bedankt sich herzlich bei allen Leitungen und Teams für ihr Engagement sowie beim SVA für den guten Austausch. Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der Arbeitsgruppen, den Gastinstitutionen und den Kolleginnen und Kollegen, die ihre Innovationen geteilt haben: diese Beiträge stärken das gesamte Netzwerk und kommen letztlich den Menschen zugute, die wir begleiten.
Blaise Curtenaz
Präsident
Mitglieder
- Centre d’intégration socioprofessionnelle CIS
- Les Traversées
- St-Camille
- La Rosière
- FARA
- FAH-SEB - La Colombière
- FAH-SEB - Linde
- Fondation glânoise
- HorizonSud
- L’estampille
- La Belle Etoile
- Clos Fleuri
- Les Buissonnets – Homato
- St-Louis
- Stiftung ssb
- Stiftung des Seebezirks für Erwachsene Beeinträchtigte SSEB
- Applico
- Centre de formation continue CFC
- CFPS Seedorf
- Wohn- und Werkgenossenschaft Sonnegg