Sekretariat
Jahresbericht des Sekretariats
Das Ende des Jahres 2025 war von einer wichtigen Ankündigung in der Führung unseres Verbandes geprägt: unsere Präsidentin, U. Schneider Schüttel, hat ihren Rücktritt auf die nächste Generalversammlung 2026 bekannt gegeben. Wir sprechen ihr unseren aufrichtigen Dank aus für ihre über fünfzehnjährige, erfolgreiche Präsidentschaft, die von einem unermüdlichen Einsatz für die Freiburger Institutionen geprägt war. Ihr Wohlwollen und ihre Überzeugungskraft haben ihr Mandat gezeichnet, und unser Verband wird noch lange von ihrem Einfluss profitieren.
Das Jahr 2025 war zudem durch den Abschluss zweier bedeutender, vom Kanton anvertrauter Mandate geprägt. Der Tag «Arbeitsmedizin», der am 11. April für die Direktionen und HR-Verantwortlichen der Institutionen organisiert wurde, bot die Gelegenheit, den Referenzrahmen für Arbeitsmedizin vorzustellen und ein Referat der «Vertrauensstelle» zur Früherkennung psychosozialer Störungen zu hören. Die Veranstaltung brachte rund fünfzig Teilnehmende zusammen. Einige Wochen später, am 22. Mai, versammelte der Tag «Cybersicherheit» über sechzig Personen rund um den Leitfaden für bewährte Verfahren im Bereich Cybersicherheit. Die Weiterführung dieses Prozesses wird durch ein halbjährliches Webinar sichergestellt, das aufgezeichnet und den Institutionen zur Verfügung gestellt wird.
Im Bereich der Informatik besuchten zwei Gruppen von Direktorinnen und Direktoren eine Schulung zu den Werkzeugen der künstlichen Intelligenz, die in zwei Halbtagen organisiert wurde. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv. Das Sekretariat hat zudem die Entwicklung eines Mitgliederbereichs auf der Webseite von INFRI abgeschlossen, der einen gesicherten Zugang zu Protokollen, Dokumenten der Arbeitsgruppen und verschiedenen Berichten ermöglicht.
Die vielfältigen Partnerschaften, die wir regelmässig in den Bereichen psychische Gesundheit, Palliative Care und Berufsbildung pflegen, sowie die Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus der Westschweiz und der gesamten Schweiz, sind weiterhin sehr aktiv.
Die Beziehungen zum SVA und zum SoA waren das ganze Jahr über regelmässig und intensiv. Im Rahmen des Programms zur Sanierung der Kantonsfinanzen formulierte INFRI eine Stellungnahme und nahm an den Vernehmlassungen teil, wobei der Verband seine Überraschung darüber zum Ausdruck brachte, nicht von Beginn an einbezogen worden zu sein. Der Vorstand achtete darauf, dass die Auswirkungen auf die vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen in der an die Behörden übermittelten Antwort deutlich erwähnt wurden. Die kantonale Leistungsplanung im Bereich Behinderung für den Zeitraum 2026–2030 nahm den Vorstand ebenfalls in Anspruch, der eine gemeinsam abgestimmte Antwort unter Einbezug der Beiträge der Mitgliedinstitutionen erarbeitete. Dabei wurden die Themen Schaffung von Krisenplätzen, qualitative Stärkung der Leistungen und Förderung der Inklusion im regulären Umfeld hervorgehoben. Im Anschluss an die Vernehmlassung von INFRI veröffentlichte das SVA zudem ein Referenzdokument für die Anerkennung gleichwertiger Fachhochschuldiplome (FH) der Lohnklasse 18.
Das Jahresende war stark von den Folgen des Referendums gegen das Gesetz zur Sanierung der Kantonsfinanzen (SKfG) geprägt, was den Staatsrat dazu veranlasste, sämtliche Budgetverfahren zu blockieren. Die Institutionen werden das Jahr 2026 mit dem weitergeführten Budget 2025 beginnen, wobei nur unverzichtbare Ausgaben auf ausdrücklichen Beschluss des SVA oder des SoA getätigt werden dürfen. Während der Gehaltsstufenanstieg beibehalten wird, sind zahlreiche kurz vor dem Abschluss stehende Projekte blockiert. INFRI drückte gegenüber dem SVA sein Bedauern über die mangelnde Voraussicht in der Bewältigung dieser Situation aus.
Im Bereich der Mitglieder trat L'Arche Fribourg per 1. Juli 2025 INFRI bei, nachdem der Vorstand die Übereinstimmung der Organisation mit den Beitrittskriterien geprüft und die Unterstützung des SVA erhalten hatte. Die Vereinigung stellte sich an der Generalversammlung im «Tremplin» vor, in Anwesenheit von Staatsrat Philippe Demierre, Vorsteher der GSD (Direktion für Gesundheit und Soziales). Die «Vertrauensstelle» wurde ihrerseits für einen externen Partner geöffnet: OSEO Freiburg ist dem Dispositiv gemäss einer Vereinbarung beigetreten, die einen jährlichen Beitrag und die Finanzierung der Interventionen zu den gleichen Bedingungen wie für die Mitglieder vorsieht.
In den Schiedsrat des GAV wurde Frau Maria Riedo als ausserordentliche Präsidentin ernannt, als Ersatz für Frau Frédérique Riesen, die aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Ihre Beherrschung der deutschen Sprache ist ein wertvoller Vorteil, um die Vertretung beider Sprachgemeinschaften innerhalb des Schiedsrats zu gewährleisten, die nun unter dem Vorsitz von Herrn Christian Delaloye wieder vollständig besetzt ist.
Olivier Sprang
Generalsekretär
Nicole Brack
Administrationssekretärin